Reiseassistenzsystem für dynamische Umgebungen auf der Basis von Augmented Reality

Mobilität präsentiert sich in Form von Alltags- und Versorgungsmobilität, als Freizeit-, Messe- und Touristenverkehr sowie in vielschichtigen Wirtschaftsbewegungen. Mobilität ist ein Grundbedürfnis, und die Nachfrage nach effizienten Lösungen für individuell angepasste Reisewege nimmt stetig zu. Im Auto haben wir uns an eine Tür-zu-Tür Navigation gewöhnt, doch mit der Nutzung unterschiedlicher Verkehrsträger geraten aktuell verfügbare technische Lösungen an ihre Grenzen. Zusätzlich sorgt die Kombination unterschiedlicher Verkehrsmittel unmittelbar für eine Zunahme der Komplexität der Reise. Insbesondere an stark frequentierten und dem Nutzer unbekannten Umsteigepunkten kommt es dabei regelmäßig zu kritischen Situationen und Verzögerungen in der Reisekette.

Im Rahmen von RadAR+ (Laufzeit 2016-2018, Projektvolumen 4,3 Millionen Euro) wird ein persönlicher Mobilitätsagent entwickelt, der die Nutzer bei kognitiv und physisch herausfordernden Verkehrsmittelwechseln unterstützt und sich deren Bedürfnissen anpasst. Die Ausstattung von Mobilgeräten wie Datenbrillen mit Augmented-Reality-Anwendungen und einem lernenden Nutzermodell ermöglichen eine individualisierte und bedarfsgerechte Unterstützung des Reisenden. Durch die Kombination mit Fern- und Indoor-Routing wird sichergestellt, dass der Reisende stets nur die relevanten Informationen verfügbar hat.